Teebereiter

Der klassische Teebereiter gilt als eine Erweiterung der üblichen Teekanne und als eine einfachere Vorstufe der Teeautomaten. In der Regel funktionieren Teebereiter ohne Elektrizität und dienen dem Aufbrühen von Tee. Dafür muss das Wasser meist selbst zum Sieden gebracht werden, was in einem Wasserkocher oder einem Topf auf dem Herd durchgeführt werden kann.

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Infos zu Teebereiter

Funktionsweise eines Teebereiters

Nachdem das Wasser kocht, sollte es etwa 2 bis 3 Minuten stehen gelassen werden, um abzukühlen. Damit verhindert man, dass der Tee verbrennt und der Teegeschmack somit negativ beeinflusst wird, wenn er mit kochendem Wasser in Berührung kommt. Manche Teebereiter besitzen einen integrierten Timer, um die Ziehzeit der jeweiligen Teesorte bestimmten zu können. Zudem haben sie meist eine Heizplatte, mit der der Tee über längere Zeit warm gehalten werden kann. Die Teebereiter sind mit einem oftmals herausnehmbaren Filter ausgestattet in dem der lose Tee oder die Teebeutel gefüllt werden können.

Unter einem Teebereiter kann aber im weitesten Sinne auch jedes Gerät verstanden werden, mit dem man Tee zubereiten kann. Dazu zählen dann klassische Teebereiter genauso wie ein russischer Samowar oder eine vollautomatische Teemaschine.

Wozu ein Teebereiter?

Teebereiter haben im Gegensatz zu anderen Geräten oder Brühmethoden deutliche Vorteile. Zum einen sind sie Brüh- und Servierkanne in einem, sodass man sie auch problemlos auf den Tisch stellen kann. Auch für die Zubereitung des Tees haben Teebereiter entscheidende Vorteile. Anders als beispielsweise in einem Tee-Ei können sich die Teeblätter im Teebereiter besser entfalten und dieAromastoffe freigeben. Dadurch wird der Tee aromatischer und nicht so schnell bitter.

Wer sich einen Teebereiter mit Glaskanne kauft, kann sogar zusehen, wie der Tee immer dunkler wird und den Brühvorgang rechtzeitig stoppen. Klassische Teebereiter ohne viel Technik gibt es beispielsweise von der Firma Schäfer.

Verschiedene Modelle an Teebereitern

Die Teebereiter gibt es in den verschiedensten Ausführungen, Größen und Preisklassen. Die Kannen sind oftmals aus hitzebeständigem Glas gefertigt. Es gibt aber auch Modelle aus Porzellan oder Edelstahl. Der wohl bekannteste Hersteller für Teebereiter ist die Firma Bodum aus Dänemark.

Günstige Teebereiter bekommt man schon für 20 Euro zu kaufen, teurer sind die Modelle der bekannteren Markenhersteller wie Bodum, die durch ein schöneres Design und bessre Verarbeitung punkten können. Die Modellvielfalt ist bei den teureren Modellen zudem viel größer.

Am Ende ist es Geschmackssache für welche Art von Bereiter für Tee man sich entscheidet. Die persönlichen Bedürfnisse spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Wer nur gelegentlich mal eine Tasse Tee zubereiten will, für den reichen sich einfache, klassische Teebereiter ohne viel Schnick Schnack vollkommen aus. Wer aber Wert auf Technik und ausgefallene Designs legt, wird mit einer großen Auswahl an Teebereitern erschlagen.

Weiterentwickelte Teebereiter

Neben klassischen Teebereitern gibt es weiterentwickelte Geräte, die eher wie ein Wasserkocher daherkommen. Das kommt daher, dass sie meist gleich zwei Funktionen – die eines Teekochers und die eines klassischen Wasserkochers – übernehmen können. Hierbei kann ein auf den Wasserkocher gesetzter Filter, in den der Tee eingefüllt wird, entfernt und durch einen normalen Deckel ersetzt werden. Diese Geräte verfügen oft neben einer Zeituhr auch über eine Temperatureinstellung, die entweder stufenlos oder für bestimmte Temperaturen eingestellt werden kann.

Für die richtig Technikbegeisterten und Teeliebhaber gibt es aber auch Vollautomatische Teemaschinen, die einem die Teezubereitung fast komplett abnehmen können. Hier müssen lediglich Wasser und Tee eingefüllt werden – den Rest erledigt die Maschine.

Das Samowar-Prinzip

Vollautomatische Teemaschinen funktionieren entweder mit einem Filter, der in eine Kanne integriert wird oder nach dem Samowar-Prinzip. Traditionelle Samoware aus Russland funktionieren im Grunde alle gleich: Der Samowar besteht aus hauptsächlich zwei Kannen, einer unteren großen und einer oberen kleineren. Zuerst wird die untere Kanne mit Wasser befüllt und aufgeheizt. Bei traditionellen Samowaren auf der Herdplatte bei neueren elektrischen auf der integrierten Heizplatte.

Wenn das Wasser kocht, wird der Tee als Teebeutel oder loser Tee in die obere Kanne gefüllt und das aufgekochte Wasser dazu gegeben. Dann werden die Kannen wieder aufeinander gestellt damit der Dampf aus der unteren Kanne dafür sorgt, dass der Tee während der Ziehzeit nicht abkühlt. Wenn die Ziehzeit vorüber ist, kann der Tee serviert und je nach Geschmack mit dem restlichen Wasser aus der unteren Kanne weiter verdünnt werden. Ein elektrischer Samowar schaltet sich bei Erreichen dereingestellten Temperatur automatisch ab und erst dann wieder ein, wenn wieder geheizt werden muss.

Der türkische Caydanlik oder Semaver (abgeleitet vom russischen Semawar) arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Die türkische Firma Arzum hat solche Geräte in ihrem Sortiment.

Der Vollautomatische Teeautomat

Heutzutage gibt es aber wie erwähnt auch Vollautomatische Teeautomaten. Abgesehen von den bekannten Brühmethoden durch einen Filter oder das Samowar-Prinzip verfügen diese Geräte über einige weitere Zusatzausstattungen. Zeituhren, um die Ziehzeit einstellen zu können, haben auch die meisten günstigen Geräte und klassischen Teebereiter. Die Einstellung der Brühtemperatur ist auch bei den meisten Vollautomatischen Teeautomaten vorhanden. Hier gibt es jedoch von Gerät zu gerät kleine Unterschiede.

Bei manchen Geräten lässt sich die Temperatur nur durch voreingestellte Programme wählen, wobei sich diese meist im Bereich von 70 bis 100 Grad Celsius bewegen. Wer gerne empfindliche Teesorten trinkt sollte darauf achten, dass auch kleine Brühtemperaturen an der Maschine eingestellt werden können, da diese zu hohe Temperaturen nicht vertragen.
Bei manchen Geräten ist die Temperatur aber auch stufenlos regulierbar, was bedeutet, dass sie auf den Punkt genau eingestellt werden kann.

Hierbei kann die Temperatur teilweise auch auf deutlich unter 70 Grad gesetzt werden.
Verfügen die Teeautomaten über einen Filter gibt es entweder die Möglichkeit diesen manuell in die Kanne zu fahren oder es wird von einer automatischen Liftfunktion übernommen. Dabei fährt der Filter, nachdem das Wasser die richtige Temperatur erreicht hat, automatisch runter ins Wasser und nach der notwendigen Brühzeit wieder hoch. Auch gibt es Automaten an denen durch integrierte Systeme bestimmte Teesorten vorher ausgewählt werden können, sodass die Maschine Brüh- und Ziehzeit sowie Temperatur von vornerein automatisch bestimmt.

Teeautomaten mit Kapselsystem

Die meisten Teeliebhaber bevorzugen zwar losen Tee, es gibt jedoch auch Teemaschine, die über einKapselsystem verfügen. Ein Vorteil dabei ist es, dass die Maschine anhand des auf der Kapsel abgebildeten Barcodes erkennen kann, um welche Teesorte es sich handelt. Der große Nachteil ist hier der entstehende Müll und die höheren Kosten für die Kapseln, die bei den Maschinen oft auch noch an den Hersteller gebunden sind.

Kombigeräte für Kaffee und Tee

Für die, die sich nicht entscheiden können, ob Tee oder Kaffee ist die Lösung auch schon gefunden: Kombigeräte aus Kaffee- und Teemaschine. Diese sind mit zwei nebeneinander stehenden Kannen ausgestattet. Entweder kann in beiden Kaffee gekocht oder durch das Austauschen eines Kaffeefilters durch einen Teefilter eine der Kannen für die Teezubereitung umfunktioniert werden.

Die Firma Krups stellt solche Geräte zum Beispiel her.
Vollautomatische Teeautomaten oder Kombigeräte können jedoch gerne einen Stolzen Preis von über 100 oder 200 Euro mit sich bringen.

Welcher Teebereiter für wen geeignet?

Die Auswahl an Geräten zur Teezubereitung ist demnach enorm. Kaffeeliebhaber werden sich wahrscheinlich fragen wozu man eine Teemaschine benötigt, wenn doch ein Wasserkocher und ein paar Teebeutel vollkommen ausreichen. Doch die richtigen Teeliebhaber schätzen meist die klassische Zubereitung die durch die meisten Teemaschinen gegeben ist. Andere Geräte mit Kapselsystemensind für Vieltrinker zudem oftmals auch einfach bequemer, auch wenn der entstehende Müll durch die Kapseln etwas lästig sein kann.

Ob nun aber ganz klassisch im traditionellen Samowar, im klassischen Teebereiter ohne viel Technik oder in Vollautomatischen Teeautomaten oder Kombigeräten für Kaffee und Tee – jeder Wunsch kann erfüllt werden. Am Ende entscheidet der persönliche Geschmack, die individuellen Bedürfnisse und was man für so ein Gerät investieren möchte darüber, welches Modell es am Ende wird.