Samowar

Der Samowar, wie er heute bekannt ist, wurde in Russland erfunden. Samowar bedeutet so viel wie „Selbstkocher“ und wird auch Türkische oder Russische Teemaschine genannt. Früher wurden die Geräte mit Holzkohle, Gas, Petroleum oder anderen brennbaren Materialien beheizt, wohingegen heutzutage hauptsächlich elektrische Samoware hergestellt werden. Auch in der Türkei ist der Samowar bis heute sehr beliebt und gehört in fast jedem Haushalt dazu. Der Name des Teebereiterswurde hier leicht verändert und so wird er dort „Semaver“ genannt.

Wer einen Samowar kaufen möchte sollte sich zuvor darüber Informieren. Alles Wissenswerte über die Samoware findet ihr bei uns.

Infos zu Samowar

Funktionsweise des Samowar

Das Grundprinzip aller Samoware ist das Gleiche: Ein Samowar besteht hauptsächlich aus zwei Kannen – einer großen unteren sowie einer kleineren oberen. Die untere Kanne wird mit Wasser befüllt und aufgeheizt, was bei den meisten elektronischen Teezubereitern mit einer Heizplatte funktioniert, seltener aber auch mit einer Heizspirale in der unteren Kanne.

Anwendung

Kocht das Wasser, wird der Schwarztee in Form von losen Blättern oder als Teebeutel in die obere Kanne gefüllt, woraufhin das aufgekochte Wasser aus der großen Kanne zum Tee gegeben. Danach wird die kleinere Kanne wieder auf die größere gestellt. Der Dampf aus dem unteren Behälter sorgt dafür, dass der Tee während der Ziehzeit nicht zu sehr abkühlt. Der Tee wird hier deutlich stärker zubereitet als es in Westeuropa üblich ist, da es sich um ein Konzentrat handelt. Ist der Tee ausreichend gezogen, kann er serviert werden und bleibt dabei auf dem unteren Wasserbehälter stehen, damit er warmgehalten wird.

Über lange Zeit warmen Tee

Wenn Schwarzer Tee serviert wird, wird nur ein kleiner Teil aus der oberen kleinen Kanne genommen und man gießt das Konzentrat mit heißem Wasser aus dem unteren Samowarbehälter auf. Für diesen Zweck verfügt der untere Teil über eine Art Zapfhahn. Wenn die am Thermostat eingestellte Temperatur erreicht ist, schaltet sich der elektrische Samowar automatisch aus und wieder ein, wenn geheizt werden muss. So steht den ganzen Tag frischer Tee zur Verfügung.

Was beim Kauf beachtet werden sollte

Im Handel gibt es eine große Auswahl an Teemaschinen wie der Teegourmet oder die Special T vonNestlé erhältlich. Neben Samowaren gibt es aber auch solche Geräte, in denen der Tee nur in einer Kanne zubereitet und dann gegebenenfalls durch eine Wärmeplatte warm gehalten wird.

Beim Kauf sollte vor allem auf die Größe der Behälter der russischen Teemaschine geachtet werden. Für die Bewirtung größerer Massen gibt es Samoware mit Behältern mit einem Fassungsvermögenvon 8 oder sogar 15 Litern. Für normale Haushalte ist dies natürlich nicht notwendig, dort genügen auch Samoware mit Behältern zwischen 2,5 und 3 Litern Fassungsvermögen. Zudem gibt es Geräte mit einem Thermostat, was vor allem dann wichtig ist, wenn verschiedene Teesorten zubereitet werden, die verschiedene Temperaturen benötigen. Es gibt aber auch Geräte, die einfach nur über die zwei Heizstufen „Wasser kochen“ und „Warmhalten“ verfügen.

Hersteller und Zusatzfeatures für Samoware

Wer in Deutschland nach einem Samowar sucht, der wird nicht an der Firma Beem vorbeikommen, denn sie bietet die wohl größte Auswahl an Samowaren hierzulande an. Dort werden ganz klassische Samoware hergestellt, jedoch gibt es dort auch andere Modelle, die viel moderner wirken.

Weitere Firmen die Samoware herstellen sind Bartscher, Bosch, Mulex, Unold, Korkmaz, Heuer,Bestron, Fantom und die türkische Firma Arzum. Schöne ältere Samoware aus Russland oder antike Geräte aus anderen Ländern erhält man bei eBay. Diese sind oft reichlich verziert und funktionieren, egal ob elektrischer oder Kohle-Samowar, meist tadellos. Bei Kupferkannen sollte man vorsichtig sein, da Grünspan gesundheitlich bedenklich ist.
Samowar Semaver Teekocher
Zum Samowar dazu sollten auch unbedingt passende Teegläser oder Teegläser mit Untertassengenutzt werden. Weiteres Tee-Zubehör wie hübsche Tabletts, en Teethermometer, Abwiegeschaufelnfür losen Tee, ein Teesieb und vieles mehr kann online erstanden werden. Die Samoware eignen sich hervorragend für Teeliebhaber und machen auch als Geschenk eine gute Figur.

Funktionsweise der türkischen Teemaschine Caydanlik

Auch in der Türkei sind Teemaschinen sehr beliebt. Ein sogenannter Caydanlik besteht aus zwei Kannen und wird in der Türkei als Teekocher verwendet. In den oberen Teil, dem Demlik, werden dieTeeblätter gefüllt und im unteren Kessel, dem Cyadanlik, wird das Wasser erwärmt. Diese werden aufeinander gestellt und können auf einer Herdplatte erhitzt werden. Es gibt auch eine ähnliche Teemaschine mit dem Namen Semaver, der durch eine, Heizschacht, der sich im Inneren befindet, erwärmt wird.

Zubereitung und Modelle

Der Caydanlik hat sich als ein fester Bestandteil der türkischen Kultur etabliert.
Die Zubereitung des Tees in einem Caydanlik ist recht einfach, jedoch ist mit einem etwas höheren Aufwand als beim gewöhnlichen Teebeutel zu rechnen. Dafür wird man jedoch mit einem einmaligen Geschmack belohnt, wenn man echten Türkischen Tee verwendet. Beim Kauf gibt es die Wahl zwischen traditionellen Modellen aus Porzellan und/oder Kupfer, die auf einem Herd oder mithilfe eines Heizschachtes im Inneren (Semaver) mit Petroleum oder Holzkohle erhitzt werden können.

In den deckellosen unteren Teekessel (Caydanlik) wird das Wasser gefüllt und die darauf passende Teekanne (Demlik) schließt den Kessel wie einen Deckel ab. Für ein Teeglas wird ein Teelöffel türkischer Tee in den Demlik gegeben. Darin wird der Tee mit kaltem Wasser abgespült, indem das Wasser einige Male in der Kanne hin und her geschwenkt wird und danach wieder ausgegossen wird. Hochwertige Geräte verfügen über einen Sieb, damit die Teeblätter nicht mit ausgeschüttet werden. Beide Teile werden aufeinandergestellt und auf einer Herdplatte erhitzt oder elektrisch eingeschaltet.

Die Aromen werden durch die entstehende Wärme im Demlik freigegeben. Sobald das Wasser kocht, wird es in die Teekanne gegossen – die Menge des Wassers beeinflusst die Stärke des Tees. Anschließen werden beide Kannen wieder übereinander gestellt und die Hitze so weit reduziert, dass das Wasser noch köchelt. Dann muss das Teewasser noch mindestens 10-15 Minuten auf der Herdplatte ziehen. Der Tee ist fertig, wenn die Blätter nicht mehr an der Wasseroberfläche schwimmen. Je nach Geschmack wird der Teesud mit dem übrig gebliebenen Wasser aus dem unteren Kessel verdünnt, wobei Tee-Mischungen im Verhältnis von 1 zu 4 bis 1 zu 2 üblich sind.

Unterschiedliche Materialien

Die modernen Caydanliks werden mithilfe einer Heizschlange ohne eine Herdplatte das Wasser für den Tee erhitzen. Je nach Qualität werden sie aus Edelstahl oder Plastik hergestellt. Beim Kauf sollte auf jeden Fall auf eine gute Qualität geachtet werden, damit der Caydanlik auch noch nach vielen Jahren Spaß bereitet.

Tipp Wichtig ist dabei, dass ein Sieb für den Tee vorhanden ist und der Teezubereiter aus Edelstahl oder Porzellan besteht und das Material gut verarbeitet ist.

Nicht nur Teetrinker aus Russland oder der Türkei schwören auf den Samowar. Dadurch, dass der Tee nicht abkühlt, wird er auch nicht bitter und kann so den ganzen Tag aufbewahrt und immer wie frisch getrunken werden. Für Vieltrinker in Sachen Tee, die Fan der altmodischen Zubereitung sind, ist ein russischer Samowar oder eine türkische Teemaschine eine tolle Wahl. Zudem sind diese Geräte durch ihre Optik ein toller Blickfang bei der Wohnungseinrichtung.